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„Empört euch – beschwert euch – wehrt euch – und liebt euch – es ist nie zu spät!“

    
Mit seinem Lied „Empört euch!“ begeisterte Konstantin Wecker alle Demonstranten, die am 12. November auf den Odeonsplatz gekommen waren, um erneut ihrer Forderung nach echter Demokratie Nachdruck zu verleihen. Über 500 Menschen waren dem Aufruf von „Echte Demokratie jetzt! München“ (EDJM) gefolgt und verwandelten den geschichtsträchtigen Ort vor der Feldherrnhalle in einen Festplatz der Demokratie. Sie demonstrierten, diskutierten und informierten sich.

  

Die Bewegung bleibt nicht nur in Bewegung, sondern sie schwärmt weiter und weiter aus. Sie eröffnet allen, die sich übergangen, übervorteilt oder schlicht „unerhört“ fühlen, einen Raum, ihre Stimme zu erheben. Ausschlaggebend ist vor allem die Anzahl derer, die sich bewusst werden, dass auch ihre Stimme einen Wert hat. Ganz unabhängig davon, wie viele unterschiedliche Facetten die Bewegungen „Echte Demokratie Jetzt“ (EDJ) und„Occupy“ auch aufweisen mögen –  jeder einzelne, der sich ihnen verbunden fühlt, hat es satt, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wird, dass sein Mitspracherecht nur noch als Dekoration von Parteinamen dient, dass er seiner eigenen Entmündigung auch noch applaudieren soll.
 
Einig sind sich alle in einem Punkt: Es kann nicht so weitergehen wie bisher. Das ahnt mittlerweile sogar der Bundesverband der Deutschen Industrie. Auch ein Aufruf von 50 Wissenschaftlern, Künstlern und Theologen hat kürzlich für Furore gesorgt: „Die Menschen empören sich darüber, dass die Politik die Interessen der 99% ignoriert und die Demokratie dem sog. freien Markt unterordnet. Mit der Occupy-Bewegung entsteht weltweit Widerstand gegen diese Politik. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich der Bewegung anzuschließen. anzuschließen.“http://www.stellungnahme-zur-krisenpolitik.de/

Schon jetzt spüren die "Mächtigen" den Atem der Masse im Nacken, obwohl sich bislang nur vergleichsweise wenige erhoben haben. In New York und Zürich wurden die Camps der Demonstranten jetzt rigoros geräumt. Offensichtlich ist die Angst vor der Bewegung größer als die Hoffnung auf einen eisigen Winter, der den Protest buchstäblich einfrieren könnte. Bloomberg und seine Freunde an der Wallstreet haben sich damit aber keinen Gefallen getan, denn genau wie das Niederknüppeln einer kleinen Demo vor ein paar Wochen und jüngst das Beschlagnahmen der Generatoren wird auch diese Maßnahme nur eines erreichen: Mehr Wut, mehr Empörung, mehr Menschen, die sich unserer globalen Bewegung anschließen. (http://www.youtube.com/watch?v=7XamHfUyPp0 )

Es ist eigentlich egal, wo man hinkommt: Jeder hat von der „EDJ/Occupy/99%-Bewegung“ (oder wie auch immer man sie nennen mag) gehört. Jeder redet darüber. Manche vollkommen, manche weniger begeistert. („Aber Ihr habt von mir gehört…“) – Brauchen wir im Moment wirklich schon konkrete Ziele? Müssen wir festlegen, wie der „richtige“ Weg zu gehen ist? Warum? Wir können in aller Gelassenheit unsere Kräfte sammeln und mit den Menschen reden, sie für unsere „Sache“ begeistern, ihnen sagen, wie sie sich einbringen können. Nicht jeder hat Zeit oder Lust, zu Demonstrationen zu kommen. Warum auch immer. Es gibt 1001 Möglichkeiten, sich zu engagieren. Das fängt damit an, diesen Newsletter an die Email-Kontakte weiterzuleiten, damit wir möglichst viele Menschen informieren können, was bei uns zur Zeit los ist, und wie sie sich einbringen können.

Fang gleich damit an!

„Empört euch – informiert euch – vernetzt euch – engagiert euch!“
 
Herzliche Grüße!

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Termine


12. Mai 2012:
Demo und Kundgebung mit Kulturprogramm von EDJ in München. Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung.

16.–19. Mai 2012:
Blockupy in Frankfurt http://www.blockupy-frankfurt.org/

Jeden Mittwoch, 20 Uhr:
Plenum oder Arbeitskreise



 

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